Zunehmend werden Nutzer mit einer Flut an Informationen und Daten überfordert. Sie müssen innerhalb kurzer Zeit viele Informationen verarbeiten und sich auf neue Sachverhalte einstellen. Das Informationsdesign hat sich daher zur Aufgabe gemacht, die Informationen so aufzubereiten und zu strukturieren, dass diese effizient und effektiv aufgenommen werden können. Informationsdesigner arbeiten an der Schnittstelle der Mensch-Maschine-Interaktion, wobei das Hauptaugenmerk ihrer Arbeit stets auf dem Nutzer liegt. Ihr Ziel ist es, Informationen so zu verarbeiten, dass sie auf den Nutzer zugeschnitten.
In den letzten Jahren hat sich das Informationsdesign zum eigenständigen Berufszweig entwickelt und auch an vielen Hochschulen wird Informationsdesign als eigenes Studienfach angeboten. So auch an der Hochschule der Medien in Stuttgart.
Die Aufgabenfelder im Informationsdesign sind dabei sehr vielfältig. Grundsätzlich ist ein hohes Maß an Kreativität und Flexibilität notwendig, um sich immer wieder in neue Sachverhalte „einzudenken“ und die Ansprüche der Nutzer zu erkennen und zu verarbeiten. Gleichzeitig unterliegen die Aufgaben von Informationsdesignern einem ständigen Wandel. Vor allem da sich Informationsmedien und -technik stets weiterentwickelt, ist das Arbeitsfeld eines Informationsdesigners vielfältig und abwechslungsreich. Neben den Aspekten des Grafik- und Webdesigns, spielen auch multimediale Aspekte eine wichtige Rolle.
So muss ein Informationsdesigner das gesamte Spannungsfeld zwischen Informatik, Design und Psychologie mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten abdecken, um den Nutzer aus der Flut der Informationen zu retten.